ReviewAlbum des Monats

Band
DESTRUCTION 
Kategorie
Album des Monats 
Heft
RH #172 
Titel
The Antichrist 
Erscheinungsjahr
2001 
Note
9.0 

Nach dem (auch von uns) überbewerteten 2000er Comeback-Scheibchen „All Hell Breaks Loose“ haben sich DESTRUCTION gewaltig am Riemen gerissen und mit „The Antichrist“ einen in allen Bereichen stärkeren Nachfolger eingespielt: Das Songmaterial klingt um einiges wütender und aggressiver als das des Vorgängers, die Band präsentiert sich wie eine echte Einheit (was sicher auch an den vielen Live-Shows des letzten Jahres liegt), Gitarrist Mike wirkt viel inspirierter als auf „All Hell Breaks Loose“, und die Produktion klingt diesmal - obwohl wieder Peter Tägtgren an den Reglern saß - nicht gewollt-modern. Das liegt wohl in erster Linie an der Tatsache, dass die Gitarre weniger verzerrt und schrill, dafür aber voller und heavier rüberkommt. Diesmal ist DESTRUCTION der Spagat zwischen dem kultigen Achtziger-Thrash-Sound und zeitgemäßen (Black Metal-)Anklängen tatsächlich gelungen; hier wird sowohl der in Ehre ergraute Maniac als auch der wild um sich thrashende Nachwuchs bedient.
Und der musikalische Inhalt passt zur Verpackung wie die Faust aufs Auge: Angefangen beim klasse Opener ´Thrash Till Death´ (mit kultigen Textzeilen wie „They can´t break our will, we´ve got the pleasure to kill, we´re bonded by blood and slowly we rot...“; auch nachzuhören auf der neuen Dynamit-CD) bis zum abschließenden Nackenbrecher ´The Heretic´ werden absolut keine Kompromisse gemacht. Selten haben DESTRUCTION so wütend und bissig geklungen wie auf dieser Scheibe; nicht mal den Vergleich mit den alten Klassikern müssen die Jungs scheuen. Im Gegenteil: Ich bin mir sicher, dass Granaten wie ´Nailed To The Cross´, ´Godfather Of Slander´ oder ´Thrash Till Death´ bald einträchtig neben ´Mad Butcher´, ´Invincible Force´ und ´Eternal Ban´ im Live-Set der Band stehen werden.
Kurz und gut: Dies ist das ECHTE Destruction-Comeback!


Götz Kühnemund 9.0

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