ReviewAlbum des Monats

Band
VOIVOD 
Kategorie
Album des Monats 
Heft
RH #73 
Titel
The Outer Limits 
Erscheinungsjahr
1993 
Note
9.5 

Nachdem lange genug Häwi Metal-, Industrial-, Grunge- und Death-Klischees diese Seiten beherrscht haben (Ausnahmen bestätigen die Regel), hier endlich wieder eine Combo, die über Jahre ihren eigenen Stil perfektioniert hat und niemals zu kopieren war: VOIVOD. Keine Livepräsenz, aber Klassealben haben wir in den letzten 50 Monaten von den Kanadiern bekommen. "The Outer Limits" ist sicher das stärkste der letzten drei. Der Opener 'Fix My Hear' ist einfach brillant. Diese Riffs, uuuurrrgh (sorry, aber so isses nun mal...), lassen selbst bei gestandenen Häwirockern wie Kühnemund die Hosen schlottern. Piggy hat sich tatsächlich zum unterbewertetsten Sechssaiter hochgearbeitet. In die gleiche Richtung tendieren der ultradichte Dampfwalzenhammer 'We're Not Alone' und das treibende, bassbetonte 'Wrong Way Street'. Weiter dominierend auf dieser 55minütigen Scheibe sind das ultraschwere 'The Nile Song', die smarteren 'Moonbeam Rider' (welch ein Titel!) und 'Le Pont Noir' sowie die Rush-und-Pink-Floyd-treffen-in-einer-dunklen-Ecke-die-Dead-Kennedys-und-Metallica-Nummer 'Jack Luminous' (lächerliche 17 Minuten und 26 Sekunden lang). Das ist fast schon die ganze CD, auf der das Quartett den besten Science Fiction-Metal (das alte, bewährte Konzept) aller Zeiten zelebriert. VOIVOD verbinden die Rohheit der früheren Tage mit der feinfühligen Spieltechnik der letzten Alben. Ein echter Killer!


Holger Stratmann 9.5

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