ReviewAlbum des Monats

Band
WARRIOR SOUL 
Kategorie
Album des Monats 
Heft
RH #51 
Titel
Drugs, God And The New Republic 
Erscheinungsjahr
1991 
Note
10.0 

Was die neue Republik mit Gott und Drogen zu tun hat, wird uns Kory Clarke wohl besser selbst erzählen, Fakt ist jedoch, daß das nunmehr zweite Album der New Yorker Kultcombo erneut die Bezeichnung "absolute Spitzenklasse" verdient. Genau wie auf dem Debüt "Last Decade Dead Century" kritisiert man Gott und die Welt, verpackt die rotzigen Vocals in Instrumentalpassagen, die von der Aggression und Intensität her nur noch als genial zu bezeichnen sind. WARRIOR SOUL sind einmalig, aufregend und machen Musik für die Neunziger! Man vermischt erneut geschickt Wave-, Funk- und Rock-Einflüsse miteinander und schafft so ein Klanggebilde, das an Farbigkeit kaum noch zu überbieten ist. Wenn Deese sagt, daß Faith No More "Metallica für Mädchen" seien, dann sind WARRIOR SOUL "Faith No More für Jungs", soll heißen, daß trotz aller Variabilität des Songmaterials immer eine gnadenlose Härte dominiert. WARRIOR SOUL sind interessant für Metal-, Hardcore- und Alternativ-Fans, eben für jeden, der Spaß an ungewöhnlicher, aber dennoch brillanter Musik findet. Wer's nicht glaubt, sollte mal Songs wie das groovende 'Jump For Joy', das Titelstück, das spacige 'Rocket' oder das gebrochen klingende 'Children Of The Winter' antesten, um einen ungefähren Eindruck von den Qualitäten des Quartetts zu bekommen. Hoffen wir auf die längst überfällige Clubtour WARRIOR SOULS, hoffen wir, daß ihnen diesmal der längst verdiente Durchbruch gelingt, und verteilen wir 10 Punkte. Amen.


Thomas Kupfer 10.0

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