ReviewAlbum des Monats

Band
ENGINES OF AGGRESSION 
Kategorie
Album des Monats 
Heft
RH #92 
Titel
Inhuman Nature 
Erscheinungsjahr
1994 
Note
9.0 

Ihre letztjährige Debüt-EP "Speak", aufgenommen für lächerliche 30 Dollar im Wohnzimmer von Sänger Tripp, ließ bereits aufhorchen und einiges für die Zukunft erhoffen. Auf ihrem ersten vollständigen Album "Inhuman Nature" erfüllen die Südkalifornier ENGINES OF AGGRESSION die hohen Erwartungen voll und ganz: 'All The Rage', 'Reality OD' und 'Spiritual Machine Gun' heißen die Tracks, die schon in Kürze in jeder Generation X-Bude heißlaufen und das Quartett in Windeseile in der Hard Music-Elite etablieren müßten. Zu organisch, um vorschnell als Industrial-Act abgestempelt zu werden, und definitiv metallischer als das Gros des Alternative-Kontingents, bedienen sich EOA einer Vielzahl von Einflüssen - die Palette reicht dabei von NIN zu Killing Joke bis hin zu Jane's Addiction -, was die Band ultimativ aus dem Meer der Aggro-Elektroniker herausragen läßt. Die wahre Stärke von EOA besteht aber schlicht und einfach darin, gute, interessante und vor allem verdammt eingängige Songs zu schreiben - und davon gibt's auf "Inhuman Nature" eine ganze Menge! Sei es nun das melancholisch-introspektive 'Strange' oder die hypnotische Tekkno-Nummer 'NYC Mass Hysteria' am anderen Ende des Spektrums. Tripp und Co. haben immer irgendwo Hooks auf Lager, die einem partout nicht wieder aus dem Kopf wollen. Isn't that what seperates the men from the boys?


Chris Leibundgut 9.0

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