ReviewAlbum des Monats

Band
SACRED WARRIOR 
Kategorie
Album des Monats 
Heft
RH #57 
Titel
Obsessions 
Note
9.5 

"Gut Ding will Weile haben" lautet ein Volksspruch, im Falle SACRED WARRIOR ist dies auf jeden Fall richtig. Mit dem '88er Debüt "Rebellion" etablierte sich die Bund als gute Melodic-Metal-Gruppe mit leichtem Queensryche-Einschlag in der White Metal-Szene. Die nachfolgenden "Master's Command" und "Wicked Generation" zeigten eine Truppe, die sowohl musikalisch wie songschreiberisch über außergewöhnliche Fähigkeiten verfügte, die man anscheinend aber nicht so anwenden konnte, daß man ein durchweg starkes Album auf den Markt werfen konnte. Jetzt ist die Zeit reif, und mit ihrem vierten Release "Obsessions" legen die heiligen Kämpfer ein bärenstarkes Album hin. Sänger Rey Parra hat intensiven Gesungsunterricht hinter sich, und speziell seinen Interpretationen hat es "Obsessions" zu verdanken, daß Parallelen zu Klassikern wie "Queen Of The Reich" oder "The Warning" auszumachen sind. Richtig, die Band hat weiterhin einen deutlichen Queensryche-Einschlag, klingt aber wie die fünf Seattler zu frühen Tagen: rauh, erdig und unglaublich heavy. Die Gitarrenarbeit von Bruce Swift schmeißt ein Killerriff nach dem anderen auf die Rillen, was den Vergleich mit den schnelleren Power-Stücken von Vicious Rumors nicht zu scheuen braucht. Speziell die Songs von Seite 2 wie 'Kamakazi', 'Fire >>From Heaven' oder 'Mad Man' hauen einen glatt aus den Socken, lediglich das schwache 'Turning Back' ist ein kleiner Minuspunkt. Danach folgt dann aber das Titelstück, was einem die Gehörgänge sofort wieder freibläst. Mit "Obsessions" gelingt SACRED WARRIOR ein absolutes Killeralbum, mit einer etwas kräftigeren Produktion wäre dies sogar die Höchstnote wert, so halt "nur" 9,5 Punkte. Aber die von ehrlichem Herzen!


Frank Trojan 9.5

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