ReviewAlbum des Monats

Band
SOLITUDE AETURNUS 
Kategorie
Album des Monats 
Heft
RH #116 
Titel
Downfall 
Erscheinungsjahr
1996 
Note
9.0 

Ich könnte diese Kritik mit der Feststellung beginnen, daß SOLITUDE AETURNUS (wie etwa 3.867 andere Bands auch) bislang sträflich unterbewertet und von Fräulein Justitia mit Schmackes in den Arsch getreten wurden - aber das wäre erstens nicht sonderlich originell und würde der Band zweitens keinen Millimeter weiterhelfen. SOLITUDE AETURNUS spielen eben keine 'zeitgemäße' Musik und müssen mit diesem 'Manko' leben. So isses, da hilft kein Gejammer. Uns war es allerdings schon immer egal, ob eine Band dem momentanen Zeitgeist entspricht oder nicht, wenn es um die Qualität der Musik geht. Eine gute Scheibe ist eine gute Scheibe - egal, wann und unter welchem Etikett sie veröffentlicht wird. Die einzige Frage, die zählt, wäre also: Haben SOLITUDE AETURNUS gute Songs auf der Pfanne - oder gehören sie in den Rundordner/Layout-Frittz' Sammlung/dahin, wo der Pfeffer wächst? Die Antwort ist klar: SOLITUDE AETURNUS haben mit 'Downfall' ein weiteres starkes Album abgeliefert, das trotz des gewollt-modernen Covers ganz in der Tradition der Vorgängerscheiben steht. Das heißt im Klartext: Hier regiert doomiger, melodiöser Heavy Metal, der in allen Belangen (Gitarren, Gesang, Rhythmusarbeit, Songwriting, Produktion) überzeugt. Zwei, drei Durchläufe, und die (meist zähflüssigen) Stücke bleiben auch im taubsten Ohr hängen, was vor allem an Robert Lowes charakteristischer Stimme liegt. Mit viel Druck und noch mehr Klasse singt er sich durch Höhen und Tiefen, getragen von fetten, aber immer songdienlichen Gitarren. Und wenn Frittz sagt, daß ihm solche Sänger an den Nerven sägen, dann spricht das eindeutig FÜR diese Band!


Götz Kühnemund 9.0

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