ReviewAlbum des Monats

Band
METALLICA 
Kategorie
Album des Monats 
Heft
RH #54 
Titel
Metallica 
Erscheinungsjahr
1991 
Note
10.0 

Was wurden im Vorfeld dieser Albumveröffentlichung für Spekulationen angestellt. Würde Top-Produzent Bob Rock METALLICAs Sound "verwässern"? Ist die Band in der Lage, wieder ein frisches Album abzuliefern? Klingt sie kompakter als auf der Vorgänger-LP "...And Justice For All", wo das Quartett den Reiz von "Endlos-Songs" entdeckt zu haben glaubte? Die Antworten heißen "nein", "ja" und "ja". Der nunmehr fünfte Longplayer METALLICAs erfüllt die hochgesteckten Erwartungen in jeder Beziehung. Da können auch selbsternannte Underground-Kenner der Band vorwerfen, vornehmlich gemäßigte Power Metal-Songs auf die Scheibe gepackt zu haben. An der Tatsache, dass "Metallica" das bis dato ausgereifteste Album der Band darstellt, werden auch diese notorischen Nörgler nichts ändern können, Sicher, mit dem Quartett, das mit seinem Debüt-Album "Kill 'Em All" zu einem nicht unwesentlichen Teil die Speed- und Thrash Metal-Bewegung initiierte, haben METALLICA anno 1991 nicht mehr allzuviel gemeinsam, aber obwohl die Tracks langsamer geworden sind, die Produktion perfekt ist, hat es die Band geschafft, ihren Wiedererkennungswert zu konservieren. Sogar mehr als das - Songs wie das balladeske 'The Unforgiven' oder das mit Streichern unterlegte 'Nothing Else Matters' werden METALLICA zusätzliche Käuferschichten erschließen, der Band endgültigen Superstar-Status bescheren. Ansonsten bietet man gewohnt brillante Riffs, James Hetfields Gesang klingt weitaus kontrollierter als in früheren Tagen, und dazu kommt die LP noch auf eine Gesamtspielzeit von knapp 70 Minuten. Value for money! 10 Punkte für ein sowohl produktionstechnisch als auch songwriterisch überragendes Album, an dem sich in Zukunft alles messen lassen muss. Die Messlatte ist hoch gelegt...


Thomas Kupfer 10.0

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