ReviewAlbum des Monats

Band
SOLITUDE AETURNUS 
Kategorie
Album des Monats 
Heft
RH #91 
Titel
Through The Darkest Hour 
Erscheinungsjahr
1994 
Note
9.0 

Immer wieder erreichten uns in den letzten beiden Jahren Anfragen aus der Doom-Fraktion, die dieser Band aus Texas nach zwei Releases bei Roadrunner ("Into The Depths Of Sorrow"/1991 und "Beyond The Crimson Horizon"/1992) hoffnungslos verfallen war. Und das mit gutem Grund: SOLITUDE AETURNUS sind die neben Trouble, St. Vitus und Candlemass kompetentesten Vertreter dieser Schiene, auch wenn sie bis heute ein Insidertip geblieben sind. Aber echte Klasse-Bands lassen sich bekanntlich nicht einfach von der Bildfläche fegen, und trotz eines Labelwechsels und einer längeren Zwangspause präsentiert sich das Quintett mit dem dritten Album "Through The Darkest Hour" stärker denn je! Keine Spur von irgendwelchen Trend-Einflüssen oder Verwässerungen im Sound der Band - sondern PURER METAL, der vom ersten bis zum letzten Ton überzeugt. Zwar gehören SOLITUDE AETURNUS zur Achtziger-Garde der Doom-Combos und erinnern mit ihrem melodischen, aber knallharten Sound eher an die frühen Candlemass als an Cathedral oder Crowbar - aber veraltet klingen sie deshalb noch lange nicht. Dafür ist schon allein die Produktion (tolle Gitarren, treibende Bassdrums) viel zu gut, und das ausgezeichnete Songwriting ist sowieso zeitlos. Stellt euch Candlemass mit ähnlichem, aber weniger aufdringlichem Gesang und stärkerer Instrumentierung vor - und ihr wißt in etwa, was ich meine. Klarer Fall: An dieser Scheibe, dem eindeutigen Highlight des Monats, kommt kein anspruchsvoller (Doom-)Metaller vorbei. Neun fette Punkte ohne Wenn und Aber.


Götz Kühnemund 9.0

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