ReviewAlbum des Monats

Band
ICED EARTH 
Kategorie
Album des Monats 
Heft
RH #134 
Titel
Something Wicked This Way Comes 
Erscheinungsjahr
1998 
Note
9.5 

Mit ihrem letzten Longplayer "The Dark Saga'' haben ICED EARTH ihre Meisterprüfung abgelegt, die eigentlich kaum zu übertreffen war, aber "Something Wicked This Way Comes'' ist im Vergleich dazu eine wahre Diplom-Arbeit. Die mittlerweile in Indiana angesiedelte Band hat alle ihre Stärken noch weiter ausgebaut und der Chose noch eine paar weitere, unerwartete Farbtupfer hinzugefügt. Doch der Reihe nach: Der Midtempo-Opener 'Burning Times' ist eine schön simple, Riff-betonte Nummer, die ein wenig an 'Depths Of Hell'erinnert, die beiden dynamischen Tracks 'Melancholy (Holy Martyr)' und 'Watching Over Me' stehen in der Tradition von 'I Died For You', während Songs wie 'Disciples Of The Lie', 'My Own Savior' oder 'Stand Alone' eher die speedige Phase des "Stormrider''-Albums fortführen. So far, so good - alles Stoff, den die Bangergemeinde gierig verschlingen wird. Doch dann gibt's da zum Beispiel eine ungewohnt relaxte Nummer wie 'Consequences', die fast schon Radio-tauglich ist, während 'Reaping Stone' sehr finster und Sabbath-lastig daherkommt. Mit '1776' haben ICED EARTH noch ein sehr unterhaltsames und clever arrangiertes Instrumental am Start, bevor die Mega-Halbballade 'Blessed Are You' (mein persönlicher Favorit!) und die furiose "Something Wicked''-Trilogie, bei der ICED EARTH alle Register ihres Könnens ziehen und Sänger Matt nochmals deutlich unterstreicht, wie großartig er sich weiterentwickelt hat, den finalen Keulenschlag setzen. Keine Frage: "Something Wicked This Way Comes'' ist für mich die bislang beste Scheibe '98 und wird die Mannen um Jon Schaffer endgültig in den Metal-Olymp hieven.


Frank Albrecht 9.5

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