ReviewAlbum des Monats

Band
GAMMA RAY 
Kategorie
Album des Monats 
Heft
RH #124 
Titel
Somewhere Out In Space 
Erscheinungsjahr
1997 
Note
9.0 

Jawoll - dies ist eindeutig mein erster (einheimischer) Kandidat für den Titel "geilste Scheiblette des Jahres"! Es wird da angeknüpft, wo man mit "Land Of The Free" aufgehört hat. Mehr noch: Die Musikanten um Kai Hansen (Dirk Schlächter wechselte von der Gitarre zum Bass - Henjo Richter als neuer Saitenzupfer und Daniel Zimmermann als neuer Dreschmän komplettieren seit gut einem halben Jahr das Line-up) schütteln sich wieder reihenweise Klassiker aus dem Ärmel! Das Songwriting hat man sich denn auch brüderlich geteilt, was der Einheit des Albums keinen Abbruch tut. Ganz im Gegenteil: Die Scheibe wirkt homogen und von der ersten bis zur letzten Minute absolut durchdacht. GAMMA RAYs Stärke war immer schon das gleichbleibend hohe Niveau, das sich über sämtliche Veröffentlichungen erstreckt. Diese Tugend setzt sich auch auf dem neuen Output fort. Angefangen beim Opener 'Beyond The Black Hole' (ein Eröffnungstrack, wie man ihn seit 'Ride The Sky' nicht mehr gehört hat - abwechslungsreich, bombastische Arrangements, obergeile Hooklines, Tempowechsel en masse, das Ding kriegst aus'm Ohr einfach nimmer raus...), den Midtempostampfern 'Men, Martians And Machines' und 'No Stranger' bis hin zum genialen 'Shine On' (halb knallt's, halb balladelt's) wird aufgezeigt, was hier eine gute Stunde lang Trumpf ist: rasende Bassdrums (es wird wieder verstärkt aufs Gaspedal getreten), ein Killerriff nach dem anderen und haufenweise geile Melodien, die einem die Freudentränen in die Augen treiben. Über Kai Hansens Gesang noch lobende Worte zu verlieren, wäre ohnehin Zeitverschwendung. Mit 'Pray' ist auch die obligatorische Halbballade enthalten, die ebenfalls recht orchestral angelegt ist und einem die Gänsehaut den Rücken rauf und runter jagt. Die glasklare Produktion rundet den guten Gesamteindruck ab und macht die Scheibe zu einem Hörerlebnis der Güteklasse 1A. Zu guter Letzt gibt's mit 'Return To Fantasy' (Uriah Heep) als Bonustrack noch eine der besten Coverversionen, die mir jemals zu Ohren gekommen sind.Fazit: Wer sich dieses Juwel nicht in den Plattenschrank stellt, ist selber schuld und wird zur Strafe ins nächste schwarze Loch geschubst!


9.0

AMAZONEMPFEHLUNG