RH #373Special: H.P. Lovecraft im Heavy Metal

THE GROTESQUERY, KAM LEE

Tentakel aus der Finsternis

Kam Lee

Durch Kam Lees Schaffen ziehen sich Lovecraft-Anspielungen wie Schleimspuren der Großen Alten, angefangen bei Massacre über zahlreiche Nebenprojekte bis zu seiner aktuellen Band THE GROTESQUERY.

Kam, wie hat das bei dir mit Lovecraft angefangen?

»Mit der Verfilmung von „Das Grauen von Dunwich“. Ich mag Lovecraft besonders, weil seine Geschichten deutungsoffen sind. Der eigentliche Schrecken spielt sich im Kopf ab, nachdem man die Bücher weggelegt hat. Genauso wie seine Storys sind auch die besten Songtexte diejenigen, deren wahre Bedeutung ungewiss bleibt.«

Die ersten drei Alben von THE GROTESQUERY bilden auf einer literarischen Grundlage die „Coffin Born“-Trilogie.

»Ich habe darin auch Edgar Allan Poe, Jules Vernes und zeitgenössische Schriftsteller wie Brian Lumley oder Clive Barker verarbeitet. Die Erzählung beruhte größtenteils auf einem Roman, den ich einmal schreiben wollte, doch aus den ganzen Notizen und angefangenen Kapiteln wurden schließlich Texte. Das war nicht mein erster Versuch, ein Buch fertigzustellen, doch irgendwie falle ich immer wieder auf Musik zurück und schlachte meine Ideen für Songs aus.«

Was ziehst du für dein eigenes Leben aus Lovecrafts Werk?

»Dass es Dinge gibt, die man nicht anrühren sollte und deren Verständnis uns für immer verwehrt bleibt. Man tut gut daran, sich davor zu fürchten, denn wenn man sich mit der Finsternis anlegt, wird man verrückt.«

Warum hat Lovecraft deines Erachtens ein so langes Nachleben, auch in der Popkultur?

»Einfache Antwort:...

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