RH #373Special: H.P. Lovecraft im Heavy Metal

DESTINY'S END

Ein unwesentliches Staubkorn im Universum

Perry M. Grayson war 1998 maßgeblich an DESTINY´S ENDs „Breathe Deep The Dark“ beteiligt, einem neueren US-Metal-Klassiker, und ist ausgewiesener Lovecraft-Kenner, auch wenn er sich in seiner Musik nie plump auf ihn bezogen hat.

Der Wahlaustralier, dessen Hardrock-Band Falcon mit Cirith-Ungol-Bassist Greg Lindstrom nach zwei Alben auf Eis liegt, interessiert sich auch aus philosophischer Sicht für den Autor und hat ihn in mehreren Zeitschriftenartikeln gewürdigt, die über seinen eigenen Indie-Buchverlag Tsathoggua Press erschienen sind.

»Was mich zu Lovecraft, Lord Dunsany, Clark Ashton Smith oder meinem absoluten Liebling Frank Belknap Long und anderen „Weird Fiction“-Schriftstellern hinzog, waren meine Sehnsucht danach, der Wirklichkeit zu entfliehen, und ihre existentialistisch-kosmischen Themen. Ich kann der Vorstellung, der Mensch sei nur ein unwesentliches Staubkorn im Universum, viel abgewinnen, und würde diese Schreiber sogar auf dieselbe Stufe stellen wie Camus, Sartre oder Kafka. Um zu erklären, wieso sich ihr Werk für Metal-Bands aufdrängt, braucht man nur Celtic Frosts Titel „Morbid Tales“ anzuführen: Das Makabre und Düstere zieht unsereins an. Fans dieser Musik sind häufig unangepasste Sonderlinge und können sich mit jemandem wie Lovecraft identifizieren, dem es ähnlich ging.
Da ich gleichzeitig zu Lovecrafts Hauptwerk auch die Sekundärliteratur über ihn entdeckte, hatte ich von Anfang an einen analytischen Blick. Ich finde auch seine gesammelten Briefe interessant...

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