RH #373RH vor 10 Jahren

Der Anus Gottes

RH #253

Im Frühling 2008 sticht unsere Redaktion mächtig der Hafer. Auch einige Musiker zeigen sich von ihrer undiplomatischen Seite.

PENNYWISE-Hüne Fletcher Dragge mosert noch recht konsensfähig, Emo sei »das Schlimmste, das in den letzten Jahren passiert ist«, tritt dann aber ausgerechnet seinen in einer 32-seitigen Sonderbeilage abgefeierten Kindheitshelden KISS ans Schienbein: »Wir haben mit ihnen in Japan gespielt. Es war einer der beschissensten Gigs, die ich je gesehen habe. Ich musste nach zwei Songs gehen.«
Deutschlands bestgehütetes Grind-Geheimnis DEPRESSION hält ebenfalls nix von Legendenverehrung und nörgelt, dass »NAPALM DEATH nach „Harmony Corruption“ absolut belanglos« wurden.
Die Rock-Hard-Belegschaft spottet zunächst dezent über IAN GILLANs „Live im Altersheim“, pardon, „Live In Anaheim“, da man hier »letztlich Gillan einfach nur dabei zuschaut, wie er der Dehydrierung entgegenschwitzt«. Ein ganzes Stück pöbeliger attestieren wir anschließend einer Truppe namens YUPPIE CLUB in einer Null-Punkte-Kritik aufgrund ihrer »stumpfen Langweiler-Riffs, penetrantem Fahrschulendrumming und gerülpsten Schweinestallgeräuschen tonalen Stuhlgang« und eröffnen damit die Fäkal-Abteilung dieser Ausgabe. GRIMNESS 69 kredenzen »Spermaregenbögen im Anus Gottes« und werden mit 4,5 Punkten abgewatscht. Ein Lob kassieren immerhin die PRODUZENTEN DER FROIDE für lyrische Kleinkunst wie „Analsex mit der Miezekatze, in meinem Anus ihre Tatze“. Die „Cunt-Grinder“ CLITEATER werden wiederum völlig...

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