RH #373Lauschangriff

IMMORTAL

Die zwei mit dem Schnee

Immortal

Ob es Zufall ist, dass am 6.6. des Jahres dreimal sechs nach langer Zeit ein neues IMMORTAL-Album erscheint (das erste ohne Mitbegründer Abbath), weiß man nicht, doch sicher ist: Die beiden norwegischen Szene-Rückkehrer pfeifen trotz der philosophischen Aufladung des Black Metal in jüngeren Jahren auf den Gehörnten und verehren vor allem sich selbst, die „Northern Chaos Gods“.

Hauptsongwriter und Gründer Demonaz ist musikalisch längst fest mit Drummer Horgh verwachsen und sich selbst genug. »Wir scheren uns nicht um Trends, sondern lassen uns in erster Linie von uns selbst inspirieren. Das neue Material ist größtenteils während der letzten drei Jahre entstanden, und zwar traditionell im Proberaum, wobei wir uns ständig gegenseitig aufgeputscht haben.«
Das sind tatsächlich keine abgedroschenen Parolen. Das Album gewinnt seinen Reiz bei allem Konservatismus, den IMMORTAL an den Tag legen, durch ein Wechselspiel von rasendem Gitarrengeklirr und teilweise verblüffend trickreichem Drumming, das die Kompositionen kürzer erscheinen lässt, als sie eigentlich sind. Abbath´ Knurren mag markanter gewesen sein als Demonaz´ Kreischen, doch man vermisst den Ex-Frontmann nicht im Geringsten – schon gar nicht als Songwriter.

* Das Titelstück ´Northern Chaos Gods´ platzt ohne Umschweife herein. Blastbeats dominieren, und spätestens beim späten Solo weht eisiger Wind durchs Haar, wiewohl man als ausgehungerter Fan der Band schon beim catchy Refrain (wie auch oft im weiteren Verlauf schlicht der...

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