RH #373Krach von der Basis

VARATHRON

Die alte Schlossruine am See

Varathron

VARATHRON zählen neben Rotting Christ und Necromantia zur unheiligen Dreifaltigkeit der griechischen Extreme-Metal-Szene und haben ihren Status bis heute beibehalten. Auch mit „Patriarchs Of Evil“ zeigt sich die Truppe unbeeindruckt von jeglichen modernen Entwicklungen, präsentiert Black Metal in seiner pursten Form – und das hat einen Hintergrund, wie uns Mitbegründer und Mainman Stefan Necroabyssious verrät.

Stefan, du bist schon seit 1988 Teil der Black-Metal-Szene. Was war damals für dich anders als heute, vielleicht auch im Hinblick auf Extremität und Provokation?

»Die größten Unterschiede zwischen den Neunzigern und heute liegen für mich in der Motivation, der Leidenschaft und der Reinheit. Damals war unsere einzige Motivation, extreme Musik zu kreieren und unsere innere, dunkle Leidenschaft, die Werte, die Überzeugungen und die Ideen rund um diesen Stil auszudrücken. Heutzutage sind die Motivation der Erfolg und die Akzeptanz, um eine große Band zu werden. Darum sieht man Gruppen, die irgendwelchen Business-Modellen und Marketing-Plänen folgen, während sie ihre Pseudo-Images aufbauen. Und das Ganze findet in einer Art „Fashion Hall“ statt, die von den Labels erbaut wurde – die kreative Reinheit ist komplett verloren gegangen. Das finde ich traurig und ist der Grund, weshalb ich nur authentische Bands unterstütze, also solche, die ihrer Leidenschaft gegenüber treu sind. Extreme Metal-Genres wie Black- oder Death Metal standen mal für echte Provokation gegen die...

Dieser Text endet hier.

Online-Abonnenten freuen sich über den kompletten Artikel nach dem Log-in.