RH #373Interview

BLITZKRIEG

Wenn Träume wahr werden

Blitzkrieg

Zu dumm, dass die aktuelle Platte von Judas Priest ein solcher Hochkaräter geworden ist. Andernfalls hätte man an dieser Stelle, ohne rot zu werden, schreiben können: „Mit ihrem neuen Album zeigen die NWOBHM-Haudegen BLITZKRIEG Rob Halford & Co., wo der Hammer hängt.“

Dennoch: Im krassen Gegensatz etwa zum „Metal God“ (und auch zu Bruce Dickinson) hat Brian Ross den Heavy Metal niemals für tot erklärt. Im Gegenteil, mit „Unholy Trinity“ erschien 1995 einer der stärksten BLITZKRIEG-Longplayer überhaupt. Mit dem aktuellen „Judge Not!“ krönen die Nordostengländer nun ihr an Höhepunkten nicht gerade armes Gesamtwerk.
In den fünf Jahren seit dem letzten Studioalbum „Back From Hell“ ist im BLITZKRIEG-Camp viel passiert. Die Band steht nicht mehr bei Metal Nation unter Vertrag, und Jess Cox ist mittlerweile auch nicht mehr als ihr Manager tätig. Das kam alles schon einigermaßen überraschend. Brian Ross hingegen analysiert nüchtern:

»Von außen betrachtet mag dies eine Überraschung sein. Gerade auch deswegen, weil ich mit Jess Cox in der einen oder anderen Form fast mein ganzes Musikerleben über zusammengearbeitet habe. Aber ein Label wie Metal Nation hat eben seine Beschränkungen. Jess Cox hat das für BLITZKRIEG getan, was er tun konnte, doch irgendwann ist er an seine natürlichen Grenzen gestoßen. Es gab kein böses Blut zwischen Jess und BLITZKRIEG, es war einfach an der Zeit, zu neuen Ufern aufzubrechen. Mighty Music sind einfach ein weitaus größeres Label. Mit ihnen wollen wir die...

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