RH #373Interview

LEE AARON

»Meine rote Spandex habe ich verbrannt«

Lee Aaron

LEE AARON hat ihre Karriere als Hardrockerin begonnen, ihre alten Fans später aber durch diverse musikalische Stiländerungen weitgehend verloren. Nachdem man die Kanadierin als Rock-Hard-Thema fast schon abgeschrieben hatte, wandte sich die ehemalige Metal Queen im Jahr 2016 wieder dezent härterem Material zu und setzt diesen erfreulichen Trend mit der aktuellen Scheibe „Diamond Baby Blues“ fort.

Lee, mit dem letzten Album hast du wieder härtere Töne angeschlagen. Es sieht so aus, als führt dein Weg wieder zu deinen Wurzeln zurück, oder?

»Ja, wir wollten mit „Diamond Baby Blues“ den Weg des Vorgängers weiterführen, und wir wussten, welchen Sound die Scheibe haben sollte. Dabei war es uns wichtig, dass das Material heavy, bluesy und melodisch klingt. Letztlich hat das Album einen modernen klassischen Sound.«

Heißt das, dass deine „Jazz“-Phase nun beendet ist?

»Fürs Erste zumindest. Was ich am Jazz und Blues immer geliebt habe, war, dass diese Stile mir die Möglichkeit gaben, mich mit vielen Klassikern zu beschäftigen. Auf dem neuen Album habe ich mit ´I´m A Woman´ auch einen Blues-Klassiker von Koko Taylor bearbeitet, der nun eine rockige Behandlung erhalten hat. Schon Led Zeppelin haben mit ´When The Levee Breaks´ eine Nummer von Kansas Joe McCoy und Memphis Minnie zu neuem Leben erweckt. Jazz und Blues sind nicht die Feinde der Rockmusik, sie sind eher ihre Wurzeln. Mich in den letzten Jahrzehnten mit Blues und Jazz beschäftigt zu haben, war ein wichtiger Entwicklungsprozess.«

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