RH #373Interview

SOLSTICE

Jedes Lied ein Mikrokosmos

Solstice

Unter dem strengen Regiment von SOLSTICE-Häuptling Rich Walker mahlen die Mühlen so langsam, dass selbst Sänger Paul Kearns, der immerhin schon Anfang dieses Jahrzehnts zu den Epic-Metal-Kings stieß, immer noch der „Neue“ ist. Als solcher weiß er aber manches über „White Horse Hill“ zu sagen, eine – natürlich – langwierige Geburt.

Paul, man darf wohl zum Einstieg zu Recht fragen, was ihr während eurer 20-jährigen Album-Abstinenz, abgesehen von Archivpflege, so getrieben habt, oder?

»Ja, aber ich tue mich selbst schwer mit einer Antwort, weil das einfach zu viele Gründe hatte: zahllose Besetzungswechsel und Streit, aber auch Hochzeiten und Geburten oder Todesfälle im Privaten. Das betrifft nur die Zeit seit 2011, als ich zur Band stieß, also kann ich über alles Frühere nur spekulieren. Rich hatte Isen Torr, deren EP zum Kult avancierte, und wird das Projekt übrigens vielleicht sogar wiederbeleben. Andere Mitglieder spielten oder spielen bei Lazarus Blackstar und Monolith Cult, die momentan höhere Wellen schlagen, und The Lamp Of Thoth, die Gruppe unseres zweiten Gitarristen Andy, wurde ebenfalls zum Kult, bis sie auseinanderbrach. Ich war am untätigsten: 2001 löste sich meine alte Combo Arcane Sun auf, woraufhin ich nach Oslo umzog und ein Demo mit The Pale Fall aufnahm. Dann sang ich bei SOLSTICE vor.«

Rich ist ein glühender Verfechter der reinen Metal-Lehre. Wie hast du die Entwicklung der Szene in den letzten zwei Jahrzehnten wahrgenommen?

»Da ich zu den älteren Semestern...

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