RH #372Smalltalk

GUS G.

Bescheidenheit ist eine Zier

Gus G.

GUS G. war nie ein typischer Shredder, sondern komponierte bei allem Griffbrettsport immer für konventionelle Hörgewohnheiten. Das liegt wohl auch daran, dass er sich einiges von erlauchten Songwritern abschauen durfte, in deren Dienst er über die Jahre stand. Mit „Fearless“ steht uns jetzt das bisher kompakteste Album des Ex-Ozzy-Gitarristen ins Haus, und der Titel ist nichts weniger als sein Lebensmotto.

»Natürlich fürchte auch ich mich vor bestimmten Dingen, doch letzten Endes muss man seinem Herzen folgen und darf sich nicht selbst im Weg stehen. Hätte ich das getan, wäre ich als Musiker nie so weit gekommen.«

Dein Sänger und Produzent Dennis Ward schlägt mit seinen Texten ziemlich genau in diese Kerbe. Hast du ihm Vorgaben gemacht?

»Ja, aber nur grob. Ich halte mich generell vom Texten fern, weil ich darin nicht unbedingt gut bin. Mir fallen geeignete Titel und Schlagwörter ein, mehr nicht. Dennis muss das Zeug am Ende eh singen, also liegt es nahe, dass er sich größtenteils allein darum kümmert.«

Dir kommen also Titelideen, wenn du hörst, was du komponiert hast. Nach welchen Kriterien benennst du reine Instrumentalstücke?

»Darüber habe ich mich einmal mit Marty Friedman unterhalten, der ja immerhin schon mehr als zehn Soloalben veröffentlicht hat. Er meinte, dass er sich merkt oder aufschreibt, wenn er irgendwo einen coolen Begriff oder Satz aufschnappt. Daraus hätte sich eine lange Liste von möglichen Titeln ergeben, mit denen er noch mehrere Platten füllen könnte. Den Rat...

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