RH #372Interview

IHSAHN

Des Kaisers alte Kleider

Ihsahn

Der Weg aus dem künstlerischen Elfenbeinturm scheint weit zu sein, denn IHSAHN machte ihn schon auf mehreren Alben zum Hauptthema. „Ámr“ gehört nun dazu und klingt stellenweise erstaunlich stark nach seinem Schaffen mit Emperor, deren überlebensgroßen Status der norwegische Black-Metal-Papa mittlerweile akzeptiert. Fortschritt durch Rückgriff? In diesem Fall schon.

Zunächst einmal, warum diktierst du deiner Plattenfirma für die Promo, du wolltest mit jedem Album dein bisher finsterstes schreiben? Was ist das für eine Motivation?

»Vermutlich liegt es daran, dass ich schon so lange mit dieser Art von Musik zu tun habe. Jedenfalls meine ich mit Finsternis etwas anderes als die meisten Leute, die den Begriff mit etwas Negativem oder Bedrückendem verbinden. Wenn ich mit jemandem zusammenarbeite, der nicht mit der Metal-Szene vertraut ist, erkläre ich stattdessen, dass ich etwas erschaffen will, das sehr intensiv oder tiefgründig ist, vielleicht auch ein bisschen abstrakt, und existenziellen Fragen auf den Grund geht. Ich bin wohl nicht der Typ für humorvolle Musik, obwohl ich durchaus Spaß verstehe und gern lache. Am besten kann ich mich einfach in diesem brütenden Geisteszustand entfalten; meine Musik darf niemals seicht sein.«

Der verlassene Thron auf dem Cover von „Ámr“ lässt an klassische Fotos von Emperor denken.

»Reiner Zufall, das ist tatsächlich der Sessel, in dem ich zu Hause oft sitze, vor allem beim Arbeiten. Die Idee, ihn zu fotografieren, und der Titel, der auf...

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