RH #371Interview

OCEANS OF SLUMBER

Liebe ist Krieg

Oceans Of Slumber

Mutig zeigen sich OCEANS OF SLUMBER auf „The Banished Heart“, einem sperrigen und sehr finsteren Album, mit dem die Prog-Metaller der anderen Sorte bestimmt keine offenen Türen einrennen werden. Sängerin Cammie Gilbert hat die Songwriting-Show diesmal quasi allein mit Schlagzeuger Dobber Beverly geschmissen und ist dabei auch ein bisschen schlauer aus sich selbst geworden.

Cammie, ihr nennt „The Banished Heart“ ein verstörendes Album für verstörende Zeiten. Kannst du das genauer erklären?

»Es ist ein zutiefst introspektives Album, das in einer Übergangsphase in unseren Leben entstanden ist, vor allem in Dobbers und meinem. Wir kommen zwar aus sehr unterschiedlichen Milieus, haben aber beide privat eine Menge Mist mitgemacht und sozusagen an einem dunklen Ort zusammengefunden, um diese Songs zu schreiben. Das hat uns geholfen, über traurige Abschnitte in unserer Vergangenheit hinwegzukommen, und hoffentlich schaffen das auch andere, wenn sie unsere Musik hören.«

Diese ist zwar immer noch komplex, wirkt aber trotzdem nicht nur düsterer, sondern auch weniger auf spektakuläre Instrumental-Arbeit ausgerichtet als bisher bei OCEANS OF SLUMBER.

»Wir wollten die auffällig virtuosen Momente so weit wie möglich reduzieren, denn es geht um sehr schmerzhafte und real greifbare Erfahrungen, von denen so etwas nur ablenken würde. Außerdem haben wir auf Tournee gelernt, was live am besten funktioniert, und das sind eben meistens die schlichten, direkten Songs.«

War es schwierig für dich, zum...

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