RH #369Krach von der Basis

CRUCIFYRE

Metallfabriken

Crucifyre

Wenn man heute Schwierigkeiten hat, eine Band aus dem extremen Spektrum in einer verbindlichen Schublade abzulegen, will das etwas heißen. CRUCIFYRE sind stets so ein seltener Fall gewesen – und aktuell umso mehr mit „Post Vulcanic Black“, einem charmanten Bastard aus frühen Slayer, Venom und allerlei Merkwürdigkeiten. Schlagzeuger Yasin Hillborg wirft nicht zu viel Licht ins Dunkel.

Das Album klingt sehr direkt. Habt ihr es zumindest in Teilen live im Studio aufgenommen?

»Ja, mein Schlagzeug und Patricks Rhythmusgitarre spielten wir gemeinsam in einem Rutsch ein, woraufhin seine Parts aber doch noch einmal sauber mitgeschnitten wurden. Nicht dass die ersten Takes schlecht waren, doch so klingt das Ganze jetzt akkurater. Freut mich aber zu hören, dass man das Live-Feeling hört, das wir angestrebt haben.«

Der Titel „Post Vulcanic Black“ suggeriert, dass ihr eine gewisse Schwärze überwunden habt. Was ist denn so „post“ an eurer Musik?

»Zuvorderst bezieht sich das auf unsere Besetzungswechsel seit der letzten Scheibe „Black Magic Fire“, aber in stilistischer Hinsicht sind wir offener geworden, ohne unsere Wurzeln im Death- und Black Metal zu leugnen. Die Worte selbst stammen aus einer Biografie, die ich gelesen habe. Dort wurde das Schwarz der Gewänder der Nonnen in einer katholischen Schule im England der 1960er Jahre „post vulcanic black“ genannt. Die Schreibweise mit „u“ statt „o“ ist nicht gebräuchlich, aber laut Wörterbuch korrekt und gefiel mir besser. Man könnte die...

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