RH #369Interview


RH #369Interview

MACHINE HEAD

Konfrontation im Kaninchenbau

Machine Head

MACHINE HEAD legen mit „Catharsis“ ein Album vor, bei dem die kontroverse Rezeption quasi vorprogrammiert ist. Anstatt die sichere Thrash-Schiene zu fahren, knüpft die Band mit Rap-Elementen und Grooves an das umstrittene „The Burning Red“-Album an. Warum die Auseinandersetzung mit dem Longplayer dennoch lohnt, erklärt Robb Flynn im Interview.

Das Sheraton Hotel am Düsseldorfer Flughafen protzt mit Vier-Sterne-Interieur, nur einer will hier nicht ins Bild passen: Robb Flynn empfängt auf der „Catharsis“-Promotour zwei Tage lang Journalisten mit Schlapphut, abgewetzter Jeansweste und löchrigem T-Shirt. Im Konferenzraum „Richthofen“ thront der MACHINE HEAD-Fronter am Kopf des großen Tisches und lässt sich von seinem italienischen Assistenten einen koffeinfreien Kaffee reichen, den er mit reichlich Kaffeesahne anrührt, bevor er sich eine Dreiviertelstunde lang unseren Fragen stellt.

Robb, im Vergleich zu „The Blackening“ und „Unto The Locust“ habt ihr die Anzahl der Songs auf „Catharsis“ verdoppelt.

»Kaum zu glauben, aber wir hatten sogar noch mehr Lieder zur Auswahl (lacht). Die ersten beiden Tracks, die wir komponiert haben, waren vier Minuten lang, und wir dachten uns: „Fuck, das ist großartig!“ Einige Label-Mitarbeiter stellten infrage, ob es smart sei, im Jahre 2018 15 Songs auf ein Album zu packen. Wahrscheinlich ist das nicht clever, denn wer wird sie sich alle anhören? Die Leute tendieren ja mittlerweile wieder eher dazu, sich nur die Singles anstatt ganze Alben...

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