RH #369Interview

HÄMATOM

66,6 Prozent Metal

Hämatom

Auch wenn sie´s mit Schubladen nicht so haben: HÄMATOM gehören zu den erfolgreichsten und zweifelsohne besten Vertretern der längst totgesagten/-gehofften, aber gerade ihren x-ten Frühling erlebenden Neuen Deutschen Härte. Der parallel zum Erscheinen dieser Ausgabe die Chartspitze ins Visier nehmende neue Longplayer „Bestie der Freiheit“ wird diesen Status noch zementieren.

Gitarrist Ost steht rauchend vor dem Eingang zum Gibson Showroom am Berliner Alexanderplatz. Unmaskiert, dafür durch sein schwarz beschmiertes Gesicht wie ein Schornsteinfeger aussehend.

»Verdammt!«, grinst er. »Jetzt hast du mich ohne Maske erwischt, und ich muss ´ne Strafe in die Bandkasse zahlen.«

Keine Ahnung, ob er das ernst meint, aber als er eine Viertelstunde später gemeinsam mit Drummer Süd das offizielle Interview beginnt, hat er das Ding genau wie sein Kollege wieder auf.

»Wir haben das neue Album sogar maskiert eingespielt«, erklärt er in bestem fränkischem Dialekt.

Dennoch sagt ihr zuweilen, dass Namen und Aussehen keine Rolle spielen und die Musik im Vordergrund stehen soll.

SÜD: »Das ist immer noch so. Wir meinen damit das Aussehen der Menschen hinter der Maske. Dass ich in Wirklichkeit Max Mustermann heiße, ist nicht relevant.«

OST: »Der heißt tatsächlich so (lacht).«

Versucht ihr das Internet von euren Klarnamen und unmaskierten Fotos sauber zu halten?

OST: »Wir probieren es, aber das ist nicht einfach. Natürlich könnte man sich darüber ärgern, aber das zeigt andererseits die...

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