RH #368Zeitreise

VAIN

Die Straßen von San Francisco

Vain

Kalifornien, zweite Hälfte der Achtziger: Hollywood ist das Zentrum der Glam-Metal-Bewegung, Guns N´ Roses haben gerade ihr Debüt veröffentlicht, Mötley Crüe toppen mit „Girls, Girls, Girls“ beinahe die Charts. Doch auch abseits von L.A. tut sich einiges: Während Skid Row ihren Siegeszug von der Ostküste aus beginnen, gründen sich VAIN im gerade mal ein paar hundert Kilometer entfernten San Francisco. Die Band hat das gewisse Etwas: Frontmann Davy Vain ist eine wunderbar exzentrische Mischung aus Hippie und Hair-Rocker mit einer einzigartigen Stimme, und die Instrumental-Fraktion geht für Genre-Verhältnisse ungewohnt hart zu Werke.

Bochum, drei Jahrzehnte später: VAIN, hierzulande trotz zahlreicher starker Platten eine Band, die es nie aus der zweiten Reihe herausgeschafft hat, geben ein Gastspiel im altehrwürdigen Bochumer Rockpalast. Wir nutzen die Gunst der Stunde und schnappen uns die Sleaze-Heroen, die (bis auf Gitarrist Danny West, der durch Jamie Scott ersetzt wurde) in Originalbesetzung antreten, zum gemütlichen Plausch.

Herrschaften, im vergangenen Jahr durftet ihr das 30-jährige Bestehen eurer Band feiern, das schafft längst nicht jeder. Gibt es ein Erlebnis, das euch besonders gut in Erinnerung geblieben ist?

Frontmann Davy Vain grinst von einem Ohr zum anderen: »Unzählige, aber viele davon könnte ich normalerweise nicht erzählen, weil ich dann Stress mit meiner Freundin bekommen würde. Zum Glück erscheint euer Heft nur auf Deutsch, deshalb mache ich mal eine...

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