RH #367Special

CRO-MAGS

Verkappte Headbanger

Harley Flanagan

Eigentlich war das Timing vorzüglich. Jahrelang hatte sich das Debütalbum der New Yorker CRO-MAGS verzögert. Als Hardcore sich schließlich anschickte, zum Massenphänomen zu werden, nicht zuletzt durch eine breitere Akzeptanz in Metal-Kreisen, wurde „The Age Of Quarrel“ endlich auf die Menschheit losgelassen. Die unaufhörlich tourenden CRO-MAGS waren Anfang 1987 drauf und dran, zum nächsten großen Ding zu werden. Niemand konnte zu diesem Zeitpunkt ahnen, dass das Jahr für sie in einem Scherbenhaufen enden würde...

John Joseph ist ein spiritueller Mensch. Es entspricht nicht seiner Lebensphilosophie, im Zorn zurückzublicken:

»In diesen zwei oder drei Jahren vor „The Age Of Quarrel“ waren die CRO-MAGS der absolute Mittelpunkt meines Lebens. Bis die Platte endlich erschienen ist, war es ein weiter Weg. Und im Anschluss sind wir ständig auf Tour gewesen. Ich kann mich noch daran erinnern, wie wir eigentlich zusammen mit Motörhead im Ritz hätten spielen sollen. Aber es gab ein Problem. Lemmy war auf der Suche nach Drogen, Kokain oder irgendwelchem anderen Scheiß. Und es wurde später und später. Letztendlich hatten wir keine Zeit mehr für unseren Auftritt. Das war echt mies, weil es unser erster richtig großer Gig gewesen wäre und bestimmt die Hälfte der Leute nur wegen uns gekommen war. Mir sind die Sicherungen durchgebrannt, und ich habe Lemmy mit den Worten konfrontiert: „Eh, das ist doch echt Scheiße. Wie würde es dir gefallen, wenn man so etwas mit deiner Band macht?“ Hinter mir...

Dieser Text endet hier.

Online-Abonnenten freuen sich über den kompletten Artikel nach dem Log-in.