RH #367Special

Intro: '87er Special

Quorthon (Bathory)

Der eine findet es kultig (Buffo), der andere sagt, es sei nicht sein Lieblingsjahr (Rensen). 1987 polarisiert. Die einstigen Qualitätsgaranten (Dio, Kiss, Black Sabbath) wirtschaften ab, aber im Untergrund brodelt es mächtig.

Von den Giganten veröffentlichen zwar nur Anthrax ein neues Album, dafür ist „Among The Living“ immerhin eine ihrer großen Konsensplatten. Und so manch stilprägender, heute etablierter Name macht die ersten Karriereschritte: TESTAMENT, NAPALM DEATH und DEATH zum Beispiel. Der deutsche Thrash professionalisiert sich, Hardcore und Crossover trumpfen auf. Und nicht zu vergessen Bands wie SAVATAGE, KING DIAMOND, CELTIC FROST, CANDLEMASS und HELLOWEEN, die wichtige Meilensteine produzieren. Doch das Jahr 1987 wird von einer Band überlebensgroß dominiert, die bis dahin nur Insider kannten: GUNS N´ ROSES.
Als Fanzine-Untergrund-Fuzzis konnten wir damals nur mit den Schultern zucken, die Axl-Rose-Welle schwappte trotzdem wie ein Tsunami durch Deutschland. Wenn man sich 1987 fürs weibliche Geschlecht interessierte, kam man nicht umhin, sich in der örtlichen Diskothek bei ´Paradise City´ oder ´Sweet Child O´ Mine´ an den Rand der Tanzfläche zu stellen. Einer der beiden Songs lief garantiert wirklich jeden Abend, meistens beide. Und obwohl man den harten Drive der Band und die musikalische Leistung von Slash unbedingt anerkennen musste, hörte man irgendwann (also beim gefühlt 1.000. Mal) nur noch Axls quäkendes Organ heraus. Ein bisschen Neid war dabei, weil die...

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