RH #367Special

DEATH, KAM LEE

»Hauptsache böse und eklig«

Rick und Kam

Interview mit Kam Lee (DEATH/Mantas-Drummer/Sänger von 1983 bis ´85)

Kam, fangen wir mit deiner musikalischen Sozialisation an. Welche härteren Bands haben dich zuerst begeistert?

»Ich war eigentlich voll der Punk und stand auf Gruppen wie die Misfits mit ihrem Horror-Image. Rick lernte ich im Kunstunterricht auf der Highschool kennen. Damals brachten Leute gern Platten mit in die Schule. Rick hatte was von Iron Maiden dabei. Ich fand das optisch ziemlich gut und fragte ihn, ob ich mir die Scheibe ausborgen könne, um Eddie abzuzeichnen. Er fragte mich, ob ich auf Metal stehen würde, und ich meinte, dass ich davon überhaupt keine Ahnung hätte (lacht). Er hat mich daraufhin zu sich nach Hause eingeladen und mir Motörhead, Anvil und Mercyful Fate vorgespielt. Mein absoluter Kickstart waren ´Fast As A Shark´ von Accept – JEDER, der den Song hörte, wurde komplett umgehauen! – und „Sentence Of Death“ von Destruction. Alter, Destruction sahen so was von cool aus! Sodoms „In The Sign Of Evil“ war genauso geil. Das hat mich von einem kleinen Punkrocker zum Metaller gemacht. Ich hatte Maiden und Black Sabbath zuvor zwar mal gehört, fand aber kaum Bezugspunkte. Ganz besonders beschissen fand ich den ganzen Glam Metal. Dann kamen diverse Kanadier wie Razor und Exciter, nicht zu vergessen Raven und die anderen Bands des britischen Labels Neat Records. Wenn man bei denen was bestellte, packten sie einen Katalog mit ins Päckchen, und man orderte sofort den Rest. Alles war so neu und frisch.«

A...

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