RH #367Special

MANOWAR

»Das ist doch alles keine Comedy!«

Manowar

Es soll tatsächlich Menschen geben, die sämtliche MANOWAR-Alben aus der Ära von Ross The Boss für absolut unantastbar halten. Zugegeben, „Battle Hymns“, „Into Glory Ride“, „Hail To England“ und „Sign Of The Hammer“ sind in Stein gemeißelte Heavy-Metal-Klassiker. „Fighting The World“ fällt von der Qualität des Songwritings im direkten Vergleich ein wenig ab. Dennoch besitzt die Platte aber ihre magischen Momente und ebnete für Joey DeMaio, Eric Adams, Ross The Boss und Scott Columbus den Weg in den Metal-Olymp.

Danach hatte es allerdings lange Zeit nicht ausgesehen. Nach einer wahren Odyssee durch die Chefetagen der Labels Liberty, Music For Nations und 10 Records waren MANOWAR für ihre fünfte Langspielplatte bei Atco untergekommen. Aus den Fehlern der Vergangenheit hatte man offensichtlich gelernt. Und so pochte Joey DeMaio für „Fighting The World“ auf vollständige künstlerische Freiheit. Ein Desaster wie beim Zweitling „Into Glory Ride“, als die englische Plattenfirma Music For Nations ohne vorherige Absprache eigenmächtig Demo-Aufnahmen auf Vinyl presste, wollten MANOWAR unter allen Umständen vermeiden. Selbstbewusst prangt deswegen auf dem Backcover von „Fighting The World“ der Hinweis „All Songs Written And Produced By Manowar“. Im Studio hatte die Band also selbst Hand angelegt und dabei eine Methode angewandt, die 1987 noch nicht unbedingt als Standard galt. In großen Lettern steht bei den technischen Angaben unter dem Plattentitel zu lesen: „Full Digital Recording“. In der Rückschau waren mit dieser Vorgehensweise allerdings nicht mehr alle Bandmitglieder gleichermaßen zufrieden. So monierte Ross The Boss im Nachhinein seinen Gitarrensound auf der Scheibe und stuft „Fighting The World“ als die mit einigem Abstand schlechteste der ersten sechs MANOWAR-Platten ein....

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