RH #367Special

D.R.I.

Das Beste aus zwei Welten

D.R.I.

1987 war nicht nur ein außerordentlich gutes Jahr für den Heavy Metal mit zahllosen wichtigen Releases, sondern auch die Geburtsstunde eines neuen Genres, das den Namen des dritten Albums der Dirty Rotten Imbeciles alias D.R.I. trägt: „Crossover“.

Neben den Suicidal Tendencies aus Venice Beach, Kalifornien, und Corrosion Of Conformity alias C.O.C. aus Raleigh, North Carolina, zählten die Texaner, die am 2. Mai 1982 von Schreihals Kurt Brecht, Gitarrist Spike Cassidy, Dennis Johnson (b.) und Kurts Bruderherz Eric (dr.) in Houston gegründet wurden, zu den ersten Kapellen, die den rüden, anarchischen Charme von Hardcore/Punk-Legenden wie Black Flag, TSOL, Circle Jerks,  Minor Threat und den Dead Kennedys mit technisch deutlich anspruchsvolleren Thrash-Metal-Riffs/Elementen kombinierten und damit für ordentlich Wirbel im Underground sorgten. Vor allem in der Hardcore-Szene waren viele Fans über den neuen „Best of both worlds“-Stil der Band „not amused“ und warfen D.R.I. Ausverkauf und Verrat vor. Als besonders nachtragend und fanatisch erwies sich dabei einmal mehr die deutsche Hardcore-Szenepolizei.

»Als wir 1987 gemeinsam mit Holy Terror durch Europa tourten, wurde eines nicht so schönen Abends unser Tourbus mit „$$$-Sucks“ beschmiert«, blickt Kurt Preston Brecht, wie der 56-jährige Sänger der Kapelle mit vollständigem Namen heißt, zurück. »Dabei haben wir mit der Tournee keinen müden Cent verdient, sondern sogar noch ordentlich draufgelegt. Außerdem waren einige von uns schon...

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