RH #367Seziertisch

LEIF EDLING, CANDLEMASS, THE DOOMSDAY KINGDOM

LEIF EDLING

Leif Edling

Über zehn Millionen Platten verkauft, unzählige Klassiker geschrieben, ein ganzes Genre geprägt – und trotzdem irgendwie nie ganz dem Underground entwachsen: Solche Meriten haben sich in der Szene nur wenige Einzelmusiker erworben. LEIF EDLING ist einer von ihnen. Den meisten Metalheads dürfte der Schwede, der mit seiner Vorliebe für episches Songwriting und mystische Lyrics so etwas wie der John Milton des Heavy Metal ist, als Bassist und Kopf der Doom-Institution CANDLEMASS bekannt sein. Doch in seiner seit über 30 Jahren andauernden Karriere hat sich der 54-Jährige noch bei zahlreichen anderen Bands und Projekten verwirklicht. Entstanden ist dabei ein unübersichtliches Dickicht an Veröffentlichungen. Wir versuchen, den Wildwuchs zu durchdringen.

ESSENZIELL

CANDLEMASS
Nightfall
(Axis, 1987)

Die erste Veröffentlichung der gemeinhin als klassisch angesehenen CANDLEMASS-Besetzung (neben Sänger Messiah Marcolin wurden Leadgitarrist Lars „Lasse“ Johannson und Drummer Jan „Janne“ Lindh verpflichtet, mit Rhythmusklampfer Mats „Mappe“ Björkman spielte Edling schon bei der CANDLEMASS-Vorgängerband Nemesis) ist nicht nur die mit Abstand beste Scheibe, an der Edling je beteiligt war, sondern eines der größten Epic-Doom/Metal-Alben überhaupt. „Nightfall“ steht in einer Reihe (wenn vielleicht auch etwas weiter hinten) mit Black Sabbaths „Heaven And Hell“ oder Rainbows „Rising“. Warum? Jede Sekunde der knapp 47 Minuten Spielzeit besticht mit packendem, dunklem, geheimnisvollem, melodischem,...

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