RH #367Interview

ALMANAC

Des Königs neue Eier

Almanac

Action im Hause ALMANAC: Nach dem Debüt „Tsar“, zwei Touren und einigen Besetzungswechseln ist es Zeit fürs nächste Album „Kingslayer“. Gitarrist Victor Smolski spricht mit uns über Königsmorde, die Neuen im Team und, ähem, ziemlich harte Eier.

Victor, war es euer Ziel, nach „Tsar“ möglichst schnell ein zweites Album vorzulegen?

»Ehrlich gesagt haben wir uns richtig viel Zeit gelassen. Das Material habe ich unglaublich schnell geschrieben, denn wir waren mit „Tsar“ sehr viel unterwegs, haben zwei Touren gespielt plus die ganzen Festivals. Diese Live-Erfahrung hat mir geholfen, ein noch klareres und besseres Konzept zusammenzustellen, und die Konzerte haben uns fest zusammengeschweißt. Viele Fans sagten, dass wir live viel härter klingen als auf der Platte. „Tsar“ war eben unsere erste CD, die haben wir produziert und danach erst live gespielt. Die zweite Scheibe ist härter und kompakter, und speziell die Umsetzung durch die Musiker ist viel besser gelungen. Nach unserer zweiten Tour habe ich direkt so viele Songideen gehabt und ziemlich schnell jede Menge Demos fertig gemacht. Es wäre sogar möglich gewesen, „Kingslayer“ noch schneller rauszubringen, aber wir haben ein fantastisches Studio gefunden, und die Atmosphäre war so toll, dass wir dort wirklich drei Monate lang die Platte produziert haben. Ich habe es schon seit Langem nicht mehr erlebt, dass man so gemütlich im Studio arbeiten kann. Wir hatten gar keinen Druck, daher habe ich mir richtig viel Zeit genommen, experimentiert und am Sound geschraubt. Das HeyDay Studio in Wuppertal ist eine Mischung aus ganz altem analogen Equipment, mit SSL-Mischpult und riesigen Schränken mit Kompressoren, richtig wie früher, und natürlich dem ganz modernen Hightech. Das Einzige, was mir ein bisschen Stress gemacht hat, war der Endmix. Ich war etwas überrascht, wie viele verschiedene Mixe ich an Nuclear Blast liefern musste, mit diesen ganzen komischen Downloads, Streaming und was es noch alles gibt. Teilweise musste ich lachen, denn du versuchst, die beste Qualität abzuliefern, und dann musst du für die Download-Plattformen alles auf mp3 runterschrauben und machst den Mix extra wieder kaputt. Ansonsten haben wir aber wirklich sehr entspannt gearbeitet.«...

Dieser Text endet hier.

Online-Abonnenten freuen sich über den kompletten Artikel nach dem Log-in.