RH #366Titelstory

TYPE 0 NEGATIVE

Seziertisch

Type 0 Negative: "Bloody Kisses"

Bewertungen von „Essenziell“ bis „Finger weg!“ verbieten sich in diesem Fall, denn selbstverständlich braucht man ALLE Alben von TYPE 0 NEGATIVE. Auch wenn nicht alle dasselbe Qualitätslevel halten.

Das Frühwerk

Slow, Deep And Hard (1991)


Manche Personen schätzen „Slow, Deep And Hard“ als das beste Album von TYPE 0 NEGATIVE ein. Das sind dann meist dieselben, die „October Rust“ für das schlechteste halten. Beides ist natürlich Bullshit, aber einen ruppigen Charme und originelle Ideen darf man diesem Debütalbum keinesfalls absprechen – wobei man sich stets vor Augen halten muss, dass es sich hier um ein Carnivore-Album unter falschem Namen handelt. Im Vergleich zur Vorgängerband wird der Anteil an Hardcore-Geknüppel zugunsten von zähen Doom-Passagen und Industrial-Vibes nach unten geschraubt. Pete brüllt mit gebieterischer Stimme seine provokanten Texte, die nicht nur mit kreativen Wortspielen, sondern auch mit bitterbösem Sarkasmus glänzen. Den Unterschied macht vor allem Josh Silver aus, der hinter seinen Keyboards bereits ein paar Aufwärmübungen für kommende Großtaten absolviert und der Scheibe ein angemessen schepperndes Klangbild verpasst. Apropos Josh: Es ist seine Ex-Freundin, die sich bei ´Unsuccessfully Coping With The Natural Beauty Of Infidelity´ ins Delirium stöhnt – und bei den Aufnahmen keine Ahnung hat, dass ihr O(h)rgasmus um die Welt gehen würde.

Das Intermezzo

The Origin Of The Feces (Not Live At Brighton Beach) (1992)


Die Frage, ob man das gefakete (und einzige)...

Dieser Text endet hier.

Online-Abonnenten freuen sich über den kompletten Artikel nach dem Log-in.