RH #364RH vor 10 Jahren

Früh übt sich

RH #244

Manche Musiker verhalten sich auch im fortgeschrittenen Alter wie Vollasis oder bräuchten dringend ein paar Stunden Anger-Management. Andere sind entspannter, haben aber immerhin ´ne wilde Jugend hinter sich.

DEATH ANGELs Mark Osegueda brüllt sich im Studio dermaßen die Seele aus dem Leib, dass er ohnmächtig in einen Mikroständer plumpst, der sich direkt in sein Auge bohrt. »Ich hatte Riesenglück, dass er nur das Weiße erwischte. Ansonsten hätte ich jetzt ein ernsthaftes Sehproblem.« Vielleicht war er auch einfach bloß lattenstramm. Erzählt er uns doch in unserer „Tourbusgeflüster“-Rubrik, dass zu seinen Lieblingsspielzeugen im Bus »diverse Flaschen Gin gehören«, er »sich ganz gern komplett die Lichter ausschießt«, nichts mehr liebt, als »in fremden Ländern aufzuwachen, um mich dort zu betrinken«, und in seinen wenigen klaren Momenten zu Biografien über Musiker greift, »die zu viel saufen«.
SODOMs Tom Angelripper schafft es mit ähnlichen Hobbys sogar in die zuweilen köstliche Stupidedia-Datenbank: »Onkel Tom wurde in Saufenbüttel geboren. Da seine Eltern damals knapp bei Kasse waren, bekam er bereits als Baby den „guten Selbstgebrannten“ aus dem Heizungskessel des Oppas eingeflößt. Im Alter von sechs Jahren wurde er wegen seines penetranten Alkoholgestanks der Schule verwiesen. Deswegen ist ihm Lesen und Schreiben noch heute fremd.«
SLIPKNOT/STONE SOUR-Fronter Corey Taylor wird ähnlich aufgezogen. Und zwar in echt: »Ich schnorrte Zigaretten bei meiner Mutter, und wir haben sogar...

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