RH #364Interview

PARADISE LOST

Schlecht gelaunt im Pub

Paradise Lost

Mit „Medusa“ haben PARADISE LOST ein kompromissloses Death-Doom-Album in die Umlaufbahn geschossen, vielleicht sogar eines der besten ihrer Karriere. Ihre Kritiker wird die Band dennoch nicht überzeugen können.

Man weiß nicht genau, wann es passiert ist. Aber irgendwann hat sich die Metal-Szene geteilt wie Moses das Rote Meer. PARADISE LOST, einst Lieblinge und Helden dieses Magazins, waren in Ungnade gefallen. Sie gelten bei einigen Fans als Langweiler und nicht besonders aufregende Liveband. Der Begriff „Gothic Metal“, zu dessen Entstehung die Band mit ihrem Album „Gothic“ maßgeblich beigetragen hat, ist heute von vorne bis hinten negativ besetzt. Es war nicht ihr Depeche-Mode-artiger Ausflug „Host“, der zumindest als originell gilt, eher die nichtssagenden Alben der frühen Zweitausender, als man tatsächlich in ein kreatives Loch fiel, die Elektronik nicht sein lassen konnte und trotz aller Bemühungen in Sachen Härte nicht auf den Punkt kam. Seit 2007 („In Requiem“) geht es mit einem frischen, organischen Heavy-Sound allerdings längst wieder aufwärts. „Faith Divides Us - Death Unites Us“ setzte einen drauf, „Tragic Idol“ überzeugte mit hervorragendem Songwriting, während „The Plague Within“ mit zahlreichen Underground-Vibes kokettierte. Und überhaupt. Die Fans pilgern zu den Konzerten, fühlen sich von den durchdachten Texten eines Nick Holmes magisch angezogen und lauschen einem stilprägenden Gitarristen wie Gregor Mackintosh, der längst Vorbild einer jungen Generation von Düsterheimern ist. Der Rest der Band definiert sich über ein punktgenaues Zusammenspiel, das auf „Medusa“ einen neuen Höhepunkt erreicht. Manche wird es erstaunen, aber es gibt eine weltweite Nachfrage nach PARADISE LOST. Die Band hat in Russland, Osteuropa und Südamerika ihre Zuschauerzahlen verdoppelt, kann jederzeit an exotischen Plätzen im Nahen Osten aufspielen, in Europa die Clubs füllen oder in Australien auftrumpfen. Für „Medusa“ peilt man die Top Five der deutschen Charts an. Entsprechend entspannt stellen sich die gewohnt spitzbübisch kommentierenden Nick Holmes und Gregor Mackintosh meinen Fragen.     ...

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