RH #364Interview

DEAD LORD

Der tötale Cult

Dead Lord

„Mailand oder Madrid, Hauptsache Italien“, ließ Nationalspieler Andy Möller irgendwann in den seligen Neunzigern mal verlauten und sorgte damit für Amüsement auf allen Seiten. Was das jetzt mit diesem Interview zu tun hat, fragt ihr euch? Gar nichts – aber als Einleitung taugt´s immerhin, denn wir trafen DEAD LORDs Drummer Adam Lindmark und Bassist Martin Nordin an einem lauen Sommertag in Madrid (nicht Mailand!), um bei leckeren Tapas und eiskalter Cerveza nicht nur über Musik, sondern auch über angenehme Arbeitsweisen im sonnigen Südeuropa und über musikalische Helden zu plaudern.

Herrschaften, kürzlich habt ihr mit „In Ignorance We Trust“ euren dritten abendfüllenden Longplayer fertiggestellt. Ich durfte die Platte bereits hören und habe den Eindruck, dass ihr euch in musikalischer Hinsicht deutlich vielseitiger aufstellen möchtet. Die Thin-Lizzy-Referenzen, für die ihr in der Vergangenheit bekannt wart, habt ihr zumindest ein Stück weit über Bord geworfen – dafür verbeugt ihr euch unter anderem vor Roky Erickson und Blue Öyster Cult.

»Wir stehen natürlich nach wie vor total auf Thin Lizzy, aber unsere neuen Songs klingen nicht mehr so prägnant danach, das ist wahr. Generell haben wir uns in mehrere Richtungen geöffnet. Blue Öyster Cult sind auf jeden Fall eine meiner Lieblingsbands, ich habe sogar ein Tattoo ihres Bandlogos auf meinem Brustbein. Guck mal«, plaudert Adam bestens gelaunt drauflos, lupft sein Shirt zum Beweis und fährt fort: »Das gilt aber auch für die...

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