RH #364Interview

DAYAL PATTERSON

»Black Metal regt den Intellekt an«

Dayal Patterson

Der Brite DAYAL PATTERSON hat mit dem Wälzer „Evolution Of The Cult” die wohl ultimative Black-Metal-Dokumentation verfasst und wird nicht müde, das Genre in weiteren Büchern gründlicher zu durchleuchten – mit Recht, denn im Augenblick gibt keine Metal-Sparte so viel her wir diese, und dass sich daran etwas ändert, ist nicht absehbar.

Dayal, die offensichtliche erste Frage: Wie bist du musikalisch sozialisiert worden und zum Black Metal gekommen?

»Ungefähr mit elf Jahren entdeckte ich Guns N´ Roses und Megadeth, ehe ich zu härteren Bands wie Sepultura oder Carcass und Bolt Thrower überging. Death, Thrash und Grindcore waren zu jener Zeit relativ weit verbreitet, doch mit Black Metal beschäftigte ich mich nur beiläufig, bis ich die Schule vorübergehend schmiss und ältere Metaller kennenlernte, die tief in der zugehörigen Szene steckten. Das war 1995. Sie überspielten mir Sachen von Emperor, Gorgoroth, Gehenna, Cradle Of Filth, Marduk, Hecate Enthroned, Mayhem, Impaled Nazarene, Darkthrone, Dissection und so weiter. Für mich kam dieser Stil einer Offenbarung gleich, weil er viel heavier und extremer war als das meiste Zeug, das ich damals noch hörte. Vor allem wohnen ihm aber mehr Tiefe und Emotionen inne. Black Metal regt den Intellekt an und kann auch atmosphärisch klingen, worauf ich bei Musik generell schon immer großen Wert gelegt habe. Die Verwendung Metal-fremder Instrumente oder Einflüsse war für jemanden wie mich, der aus dem Death Metal kam, ein regelrechter Kulturschock.«...

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