RH #363Krach von der Basis

HERESIARCH

Die Menschheit wird abgeschafft

Heresiarch

Waffengewalt als Motiv für viehischen Death Metal heranzuziehen, ist schon seit Bolt Thrower nichts Neues mehr, doch HERESIARCH, deren Sänger N.H. nicht so verschwenderisch mit Worten um sich schießt wie seine Band mit Riffs, überzeichnen die Chose beinahe comicartig, musikalisch allerdings umso unterhaltsamer, falls man das so sagen darf.

Für mich versprüht „Death Ordinance” ein gewisses „Warhammer”-Flair. Seid ihr Rollenspieler, die den Nachlass von Bolt Thrower verwalten wollen, oder spielt die Geschichte, die ihr auf dem Album erzählt, in einer Fantasiewelt, ohne auf die wirkliche anzuspielen?

»Von unserer Warte aus bestehen keine bewusst angestrebten Gemeinsamkeiten zwischen uns und der Band bzw. dem Spiel. Die visuelle Komponente spiegelt die Musik, den Stil und die beschriebene Handlung wider. Diese ist offensichtlich rein fiktiv, auch wenn so einiges davon durchaus Realität werden könnte.«

Postapokalyptische Literatur und Filme sind heute beliebter denn je – was reizt euch an diesen erdachten Szenarien?

»Zur Zeit des eisernen Vorhangs war es die Angst vor einem Atomkrieg, heute sehen wir uns vom Fortschritt der Technik bedroht, weil sie den Menschen und die Gesellschaft auslöschen könnte. Die Vorstellung wird immer realistischer, während wir uns weiter ausbreiten und die Rohstoffe des Planeten erschöpfen, nicht zu vergessen die zunehmenden wirtschaftlichen und ideologischen Konflikte.«

Tragt ihr dem Konzept bei Konzerten auch visuell Rechnung?

»Ja, und das funktioniert am...

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