RH #363Interview

STEVEN WILSON

Pop statt Popanz

Steven Wilson

An der inneren Ruhe, die STEVEN WILSON üblicherweise ausstrahlt, ändert sich im Vorfeld der Veröffentlichung von „To The Bone” nichts, als er Anfang Juni in Berlin zu Interviews bittet. Dabei geht der Everybody´s Darling und Erneuerer des Progressive Rock mit der Scheibe ein mittelgroßes Wagnis ein, indem er mit Zutaten kocht, die auch der breiten Masse schmecken. Dabei büßt der Brite nichts von seiner Integrität ein und bleibt ein Denker ohne Dünkel mit teils diskussionswürdigen Ansichten.

Steven, man darf wohl unterstellen, dass sich der Tod einer Pop-Ikone wie David Bowie auf den Sound deines neuen Albums ausgewirkt hat, oder?

»Teilweise. Aber dass Prince starb, stellte die Weichen dazu endgültig, obwohl ich ein größerer Bowie-Fan bin. Mit der Musik von Prince bin ich aufgewachsen, wohingegen Bowie seinen kommerziellen Zenit in den Siebzigern erreichte und ich mich erst im folgenden Jahrzehnt mit ihm beschäftigte. Ich kaufte mir alle Prince-Alben, sobald sie erschienen, und bewunderte ihn dafür, dass er sein Publikum stets aufs Neue herausforderte. Obwohl die Achtziger einen schlechten Ruf haben, halte ich sie für ein goldenes Zeitalter, denn damals kamen Platten heraus, die sowohl leicht zugänglich als auch künstlerisch anspruchsvoll waren, eigentlich sogar in höherem Maß als während der Sechziger und Siebziger.«

Hast du die Musik von „To The Bone” zuerst geschrieben, oder stand der textliche Rahmen schon im Vorfeld fest?

»Ich folge keiner verbindlichen Methode. Manchmal...

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