RH #363Interview

TAU CROSS

Gott und die Aliens

Tau Cross

Nachdem der hauptberufliche Waffenschmied Rob Miller schon nicht mehr damit gerechnet hatte, infolge des Endes von Amebix weiter Musik machen zu können, fand er schließlich doch adäquate Mitstreiter und begibt sich mit TAU CROSS nun wider Erwarten in die zweite Runde. Das Material für „Pillar Of Fire” wurde gleich nach der Veröffentlichung des Überraschungsdebüts geschrieben und steht diesem qualitativ in nichts nach.

Rob, das aktuelle Weltgeschehen hat sich immer in deinem Schaffen niedergeschlagen. Wie diesmal?

»Die neuen Songs entstanden kurz vor der US-Präsidentschaftswahl, doch die wirkte sich kaum auf die Texte aus, eher die Situation hier in Großbritannien, wobei ich Wert darauf lege, dass die Lyrics zeitlos und hinsichtlich ihrer Auslegung offen bleiben. Ich bin zwar überzeugter Anarchist, habe aber Labour gewählt und hoffe wie so viele im Land auf einen Wandel zum Besseren. Der Mensch braucht einfach gewisse Strukturen zu seiner Orientierung, doch dummerweise nutzen das einige aus, um Macht an sich zu reißen und die Masse zu kontrollieren. So läuft es seit jeher, und Geld bestimmt das Geschehen. Umso bedenklicher finde ich die momentane Entwicklung hin zur Privatisierung von allem, angefangen beim Gesundheitssystem bis zu Autobahnen.«

Offene Auslegung bedeutet, dass du dir bestimmte Archetypen wie in ´Bread And Circuses´ zunutze machst.

»Brot und Spiele, das Herrschaftsprinzip im Römischen Reich, ist über die Jahrhunderte hinweg erhalten geblieben....

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