RH #363Interview

RIVERSIDE

Die beste Entscheidung seines Lebens

Riverside

Richtig gute Sänger sind rar. Wenn man eine der besten Rockstimmen der Welt sein Eigen nennt, kann man sich die Mitmusiker eigentlich aussuchen, doch Rob Lamothe zog ein beschauliches Privatleben im entfernten Kanada einer Rockstar-Karriere im heimischen Los Angeles vor. Vermisst hat er dabei nichts. Eine ungewöhnliche Biografie.

Die Szenerie ist bezeichnend. Vier gut ausgebildete Musiker mittleren Alters sitzen im Aufnahmeraum eines professionellen Studios und haben offensichtlich Spaß daran, ihre neuen Titel einfach mal akustisch zu spielen. Niemand kommt auf die Idee, ein paar Mikrofone aufzustellen oder das Ganze professionell auszuwerten. Eine Handy-Kamera liefert die Bilder, der herumlaufende Hund ist wichtiger als der Sound oder die Musiker. Einer von ihnen ist Vivian Campbell, einer der höchstdekorierten Metal-Gitarristen aller Zeiten. Campbell war bei Mega-Bands wie Dio und Whitesnake und ist aktuell immer noch bei Def Leppard und dem Dio-Tribute Last In Line beschäftigt. Bei den RIVERDOGS spielt er ohne kommerziellen Druck nur mit seinen Kumpels. Es wirkt wie eine Szene aus dem Buch des Bochumer Kultautors Frank Goosen, der das Thema in einem liebevollen Roman („So viel Zeit“) über Männer verarbeitet hat, die noch einmal ihre Jugendträume verwirklichen und ihre alte Band reformieren.

Rob, schon 2011 gab es ein RIVERDOGS-Album in der heutigen Besetzung und unter dem Radar der Öffentlichkeit.

»Das war kein richtiges Album, sondern eine lockere Aufnahme, die wir aus Spaß...

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