RH #362Krach von der Basis

TOMBS

Arschcool!

Tombs

TOMBS-Bandkopf Mike Hill (Gitarre und Vocals) ist ein ziemlicher Pragmatiker, der sein Ding durchzieht, ohne das eigene musikalische Schaffen zu sehr zerreden zu wollen.

Dabei ist die bisherige Entwicklungskurve seiner Band nicht uninteressant: Nach einer Split mit den deutschen Planks kloppte man beim 2009er Langspiel-Einstand auf Relapse noch so was wie einen eigenen Mischmasch aus Black Metal und Hardcore raus, der ferner Einflüsse wie Shoegaze, Postpunk und aus Richtung solcher Bands wie den frühen Swans und Neurosis durchblitzen lies. Inzwischen ist die Death- und Black-Metal-Schlagseite von TOMBS stärker geworden, während die Düsterrock-Anflüge gelegentlich noch deutlicher ausbrechen. Die Frage nach den Inspirationen drängt förmlich auf…

»Ich höre sehr viele verschiedene Sachen«, erzählt Hill. »In den letzten Wochen rotierten Swans, Fields Of The Nephilim, Watain, Frank Sinatras „September Of My Years“, Behemoth und eine Menge Filmsoundtracks bei mir, aber auch „Black Rainbow”, „Halloween” oder „The Good, The Bad And The Ugly”. Mit Sicherheit hinterlässt das alles irgendwie Spuren im Band-Sound.«

Dieser Band-Sound lässt sich nicht so ganz einfach fassen, will man ihm ein aussagekräftiges Genre-Etikett anheften. Auf die Frage, ob ihm dahingehende Originalität irgendwie wichtig ist, winkt Hill allerdings ab:

»Für mich völlig bedeutungslos. In den Siebzigern haben Bands einfach Rockmusik gespielt. Da gab´s Deep Purple, Black Sabbath, Neil Young und The James Gang, die alle in...

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