RH #361Titelstory

HELLOWEEN

Kürbisse auf der Überholspur

Helloween

HELLOWEEN kamen erst spät im Rock Hard an. Während die Nachbarn von Running Wild mit ihrem Leder- und Nietenlook, ihrem Demo und Debüt als die „deutschen Judas Priest“ mitten ins Schwarze trafen, konnten sich die Fans nach dem ersten HELLOWEEN-Mini-Album noch kein klares Bild machen.

Klar, es gab da einen gewissen Iron-Maiden-Einfluss, aber die Eisernen Jungfrauen – Mitte der Achtziger auf dem Höhepunkt ihres Schaffens – waren eine verdammt hohe Hürde. Während Maiden-Konzerte Pilgerfahrten waren, sah ich HELLOWEEN das erste Mal 1986 in einer Mehrzwecksporthalle in Gelsenkirchen, doch das Interesse an der Band war bereits groß. Der WDR zeichnete die Show für die Musiksendung „Scream“ auf. Im Interview betonten die Musiker, dass sie auf gar keinen Fall „Speed Metal“ waren (unter dem Etikett liefen Venom und Metallica), aber schnellen Metal bevorzugten. Auf diese Idee sei man selbst gekommen und Metallica zufälligerweise auch. Man wolle aber nicht zu schnell werden, denn immer schnell wäre auch nicht gut. Für das nächste Album sei mehr Abwechslung geplant, aber schnelle Stücke wären auch darunter. Solche Gespräche waren damals tatsächlich normal.
Man spürte sofort, dass die Band ihre Sache musikalisch gut im Griff und vor den Aufnahmen zu „Walls Of Jericho“ trotzdem (heimlich!) noch das Metallica-Album „Ride The Lightning“ gehört hatte. Die Hamburger waren motiviert bis in die Haarspitzen und stilistisch voll auf der Höhe der Zeit, was man von den pinkfarbenen Hemden und Gitarren...

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