RH #361Interview

THE RUINS OF BEVERAST

Die Natur schlägt zurück

Alexander von Meilenwald

Mit schöner Regelmäßigkeit haut Alexander von Meilenwald Musik raus, die nicht nur im Spektrum aller möglichen Spielarten des sogenannten extremen Metal ihresgleichen sucht, und in dieser Hinsicht bildet das neue THE RUINS OF BEVERAST-Album keine Ausnahme.

Alex, der Titel deines neuen Longplayers „Exuvia“ bezieht sich auf Gewebe, das bei der Häutung von Reptilien abgestreift wird. Kann man das auf die Selbstfindung oder Weiterentwicklung eines Menschen übertragen?

»Es geht eher darum, etwas loszuwerden. Man hofft zumindest, Abgestorbenes zu überwinden, also bedeutet der Titel nicht unbedingt, dass das schon passiert ist. Der Text des Titelstücks ist durchaus als Wunsch zu verstehen.«

Würdest du Musik generell als fortlaufendes Streben danach ansehen, Überkommenes zu überwinden, Altlasten abzuschaffen, quasi wie Selbsttherapie?

»Kreativität insgesamt ist ein unglaubliches Ventil, wobei ich persönlich unter allen Kunstformen am besten mit Musik umgehen kann. Wenn ich ein seelisches Ungleichgewicht verspüre, gibt es nichts Besseres, was mir darüber hinweghelfen kann.«

Vor diesem Hintergrund muss es dich einiges an Überwindung gekostet haben, mit Michael Zech erstmals einen Außenstehenden für die Produktion heranzuziehen.

»Ich habe bisher immer mal wieder Hilfe von anderen angenommen, die gesamte Produktion aber noch nie aus der Hand gegeben. Michael gehört allerdings schon seit einigen Jahren zu unserer Live-Besetzung, und zwar nicht ohne Grund. Ich umgebe mich mit Leuten, die...

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