RH #361Interview

ANATHEMA

Der Stellvertreter

Anathema

Mit „The Optimist“ haben ANATHEMA ihrem Klassiker „A Fine Day To Exit“ einen mindestens ebenbürtigen Nachfolger an die Seite gestellt. Wir sprachen mit Sänger Vincent Cavanagh über Roadtrips, Musik als Meditation und das Geheimnis eines wahrhaft mächtigen Drum-Sounds.

Vincent empfängt Journalisten in einer Berliner Hotel-Lounge, die aussieht wie die pink möblierte Manifestation LSD-schwangerer Hippieträume. Der Frontmann, eine dunkle Gestalt inmitten all der Buntheit, ist begeistert von dem Retro-Charme des Ladens. Die Nostalgie für eine weniger digitale Zeit ist Vincent deutlich anzumerken, wenn er sich über den mechanischen Charme eines ausfahrbaren Fernsehers in seinem Hotelzimmer freut.

»Ich glaube, heute empfinden viele Menschen Nostalgie für physische Dinge. Mir selbst geht das auch so, ich bin ein begeisterter Vinyl-Sammler. Du solltest mal das Boxset von „The Optimist“ sehen. Das Ding ist wunderschön geworden. Ich glaube, das Wiederaufleben von Vinyl und das Wiederaufleben großer Artworks ist eine gute Reaktion auf unsere moderne Zeit. Für „The Optimist“ ist das Artwork auch extrem wichtig, wir erzählen dadurch die ganze Story des Albums. Das kann man mit 40 Seiten in einem Booklet machen, aber nicht mit einem iPhone.«

Warum heißt der Charakter eurer Story eigentlich The Optimist?

»Nun, es handelt sich um den Typen, der auch schon auf „A Fine Day To Exit“ vorkam. Er erlitt einen völligen Zusammenbruch, ließ seine Familie und sein ganzes Leben zurück und wollte eigentlich...

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