RH #360Krach von der Basis

LANTERN

»Ausgelassenheit ekelt mich an«

Lantern

LANTERN haben einen ganz eigenen Sound. Ihr zweites Album „II: Morphosis“ war uns im vorigen Heft neun Punkte wert. Gitarrist Cruciatus verrät, woher der originelle Bandsound kommt. Klar, dass das auch etwas mit Finnland zu tun hat. 


Irgendwo wurden LANTERN mit Demilich verglichen, was ich ziemlich überraschend fand. Auf welchen Aspekt würdest du diesen Vergleich beziehen, außer auf das gemeinsame Heimatland?

»Demilich kommen zwar auch aus Finnland, sogar aus der gleichen Stadt, Kuopio. Antti Boman ist ein Freund und ein toller Kerl, und wir haben gegenseitigen Respekt vor der Musik des anderen. Auch wenn unsere Death-Metal-Ansätze eher unterschiedlich sind, würde ich sagen, dass wir beide einen Bogen um das Traditionelle oder Konventionelle machen – das ist unsere Gemeinsamkeit, unsere Seelenverwandtschaft. Fest steht außerdem, dass wir uns beide nicht an King-Crimson- und Pearl-Jam-Songs versuchen sollten.«

Haben LANTERN ein musikalisches finnisches Erbe, und was beinhaltet es für dich?

»Mein musikalisches finnisches Erbe besteht vor allem aus den frühen Beherit- und Impaled-Nazarene-Werken, meinen Jugend-Faves, aber diese gewisse melodramatische Düsternis ist auch angelegt. Melancholie ist in finnischer Musik allgegenwärtig. Na ja, mit Ausnahme der grausigsten Chart-Pop-Acts, die nur nachmachen, was sie von der anderen Seite des Großen Teichs hören. Ich selbst arbeite mit einer großen musikalischen Bandbreite, spiele und schreibe auch außerhalb der Metal-Szene, aber ich...

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