RH #360Interview

THE OBSESSED

Ich, die anderen und die Besessenen

The Obsessed

Kaum einer hätte es noch für möglich gehalten, doch nun hat Scott „Wino“ Weinrich mit THE OBSESSED seine vielleicht kultigste Band reaktiviert und mit „Sacred“ ein formidables Album herausgebracht. Ein spätes Highlight einer Karriere, die von glanzvollen Höhen und vielen Tiefen geprägt ist.

Was hat man nicht schon alles über Robert Scott „Wino“ Weinrich, geboren am 28. September 1961 in Maryland, gehört? Unzuverlässig sei er, ein Drogenwrack, ein schwieriger Mensch, mit dem man auf Dauer nicht klarkommen könne. Tatsächlich scheint sich dieser Ruf auch gleich zu bestätigen, denn beim vereinbarten Interviewtermin schweigt das Telefon erst mal für 45 Minuten. Schon will man zur Tastatur greifen, um den zuständigen Promoter über die Unzulänglichkeiten seines Schützlings aufzuklären, da läutet es schließlich doch noch, und Wino entschuldigt sich in ausgesuchter Höflichkeit für seine Verspätung. »Es tut mir so leid, ich musste noch mein Telefon-Guthaben aufladen, und mit dieser modernen Technik stehe ich auf Kriegsfuß.«

Kein Problem – nicht nur ich habe auf dich gewartet, sondern eine bemerkenswert große Anhängerschaft weltweit, die mit der Rückkehr von THE OBSESSED kaum noch gerechnet hat und momentan ziemlich aufgeregt ist. Ist eine solche Erwartungshaltung eine Bürde oder ein Ansporn für dich?

»In erster Linie ist das eine riesengroße Ehre. Es war eine lange Reise bis zu diesem Punkt, und ich fühle mich momentan sehr glücklich. Meine Lebensphilosophie war immer, dass mir eine...

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