RH #360Interview

ROYAL THUNDER

Frühlingsrolle vorwärts

Royal Thunder

Dass sich Mlny Parsonz auf dem neuen Longplayer ihrer Band verletzlicher denn je zeigt, hat gute Gründe, und falls nicht ohnehin schon während der letzten Jahre deutlich zu erkennen war, dass ROYAL THUNDER mehr sind als eine recht klassische Metal-Band mit gewollt femininer Rampensau, steht es jetzt definitiv fest. „Wick“ ist ein ganzheitliches Rock-Opus, das prinzipiell weite Hörerkreise anspricht, doch verbogen haben sich die Amerikaner dafür kein bisschen – ganz im Gegenteil.

Mlny, da sich „Wick“ vor allem um den Tod dreht: Symbolisieren der titelgebende Docht und das Cover unsere Vergänglichkeit, das Ablaufen der Zeit?

»Wenn ich mir einen Song wie den Opener ´Burning Fire´ stellvertretend vor Augen führe, kommt mir das ganze Album wie ein Lauffeuer vor. Beim Komponieren war es, als stehe die Band in Flammen, denn die Musik schrieb sich fast von selbst, und die dazugehörigen Texte mussten unbedingt raus. Frustration und ein innerer Drang, das sind die Hauptmotive der Scheibe. Gleichzeitig taten sich in meinem Kopf bunte Farben auf, die für die unterschiedlichen Seiten stehen, die wir auf unseren bisherigen Veröffentlichungen gezeigt haben. Was das angeht, ist „Wick“ die Bündelung all dessen, was die Band ausmacht.«

Im Titelstück selbst geht es aber eher um Zurückhaltung.

»Ja, man steht sozusagen mit einer neuen Kerze in der Hand da, starrt sie an und fragt sich, warum man zögert, statt sie anzuzünden. Am Ende muss man sich von Zwängen und Abhängigkeiten losmachen, um...

Dieser Text endet hier.

Online-Abonnenten freuen sich über den kompletten Artikel nach dem Log-in.