RH #360Interview

LIFE OF AGONY

Das fehlende Glied

Life Of Agony

Es ist ein Comeback und irgendwie auch ein Debüt. Die Amis LIFE OF AGONY melden sich nach zwölf Jahren Albumpause und einem weiteren zwischenzeitlichen Band-Split mit „A Place Where There´s No More Pain“ zurück, der ersten Platte mit Frontfrau Mina Caputo, die vor gar nicht langer Zeit noch als Keith Caputo am Mikro stand.

Mina und Bassist/Hauptsongwriter Alan Roberts erwarten das Rock Hard in Berlin-Mitte zum Interview. Alan ist höflich, zurückhaltend, fast zu leise für einen Rockmusiker. Mina trägt ein rückenfreies Top und eine Jeans, ist charmant, macht zur Begrüßung einen Knicks und faltet sich in einem gemütlichen Sessel zusammen. Das Getränkeangebot der Plattenfirmendame findet sie weniger toll (»Cola? Niemals, damit bringt man sich um!«), und das Kunstlicht im Label-Office ist viel zu grell (»Kann das bitte jemand ausschalten?«).

»Ich habe in den letzten vier Nächten insgesamt zwölf Stunden geschlafen«, stöhnt sie. »Diese Nacht waren es auch wieder nur drei. Ich habe mich wahrscheinlich erst auf die europäische Zeit eingestellt, wenn ich wieder zu Hause in New York bin.«

Dann wecken wir euch mal mit einem Zitat von 2012 auf.

ALAN: »Oh nein!«

„Wir werden nie wieder eine Platte machen, weil wir es einfach nicht hinkriegen, gemeinsam einen Song zu schreiben.“

ALAN: »Wer sagt denn so was? Das klingt nach Sal (Abruscato, LOA-Drummer - jj). Eigentlich war nämlich eher das Gegenteil der Fall. Als sie ihr Coming-out hatte (er blickt rüber zu Mina, die sich 2011 als...

Dieser Text endet hier.

Online-Abonnenten freuen sich über den kompletten Artikel nach dem Log-in.