RH #359Interview

MASTODON

Engelschöre im Jammertal

Mastodon

Der „Emperor Of Sand“ steht vor der Tür und ruft MASTODON in Erinnerung, dass alles endet – auch wenn die Truppe aus Atlanta mit ihrem siebten Studioalbum einen weiteren Karrierehöhepunkt ansteuern dürfte.

In irgendeinem Hotel in New York läutet ein Telefon, eine schier endlose Dauerschleife „versüßt“ die Wartezeit mit ´Shape Of You´ von Ed Sheeran. „I´m in love with the shape of you / We push and pull like a magnet do“, säuselt Ed durch den Hörer, während zu Hause noch die letzten Takte von ´Jaguar God´ durch die heimischen Lautsprecher hallen, dem letzten Stück von „Emperor Of Sand“. Ganz schön zugänglich sind MASTODON mittlerweile geworden, vielleicht gar nicht so weit weg von den Liebesbeteuerungen eines Herrn Sheeran – zumindest dann, wenn man Alben wie „Remission“ oder „Leviathan“ als Maßstab nimmt. Neben diesen schwer verdaulichen Wutbrocken wirkt das siebte Album des Frickelquartetts leichtfüßig, elegant, an vielen Stellen geradezu positiv. Am anderen Ende der Leitung hebt Schlagzeuger Brann Dailor endlich ab – und wirkt so sauertöpfisch, dass man ihm sofort abnimmt, dass „Emperor Of Sand“ eben doch kein Feel-good-Album ist.

»Die Platte klingt für dich positiv? Keine Ahnung. Ich weiß auch nicht, ob das unbedingt ein Widerspruch sein muss, denn man versucht ja, die negativen Gefühle umzudrehen und eine schlechte Situation in etwas Positives zu verwandeln. Wenn ich mir das Album anhöre, erkenne ich viele dunkle und tiefgehende Momente, die mich unangenehm berühren, aber...

Dieser Text endet hier.

Online-Abonnenten freuen sich über den kompletten Artikel nach dem Log-in.

AbfahrplanDie nächsten Konzerte

MASTODON + RED FANG + RUSSIAN CIRCLES25.11.2017MünchenTonhalle Tickets